Meiningen. Junge Talente aus der Zürcher Dirigentenschmiede dirigieren die Wiederaufnahme am MI, 9. Januar 19.30, Großes Haus

Così fan tutte CMYK Liebig 5

Dramma giocoso in zwei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart
Text von Lorenzo Da Ponte
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
COSÌ FAN TUTTE, Mozarts großartiges Meisterwerk um die jungen Liebenden, die sich auf ein gefährliches Spiel der Gefühle einlassen, kehrt im Januar zurück auf die Große Bühne. Wie in allen drei Da-Ponte-Opern geht es um die Treue – hier wird sie in besonderer Weise auf die Probe gestellt. Dass Frauen und Männer gleichermaßen untreu werden können, ist die Ansicht von Regisseur Anthony Pilavachi, der das Werk in der vergangenen Spielzeit inszenierte. Dirigiert wird die Wiederaufnahme von zwei jungen Talenten aus der Dirigierklasse von Prof. Johannes Schlaefli der Züricher Hochschule der Künste. Das Meininger Staatstheater verbindet eine langjährige Zusammenarbeit mit Zürcher Dirigentenschmiede, an der einst GMD Philippe Bach selbst studierte und aus der die ehemaligen 1. Kapellmeister Leo McFall und Chin-Chao Lin hervorgegangen sind. Unter dem Mentorat von GMD Bach stehen die junge Italienerin Nil Venditti und der deutsche Nachwuchsdirigent Johannes Zahn am Pult der Hofkapelle.
Frauen sind untreu und zwar ausnahmslos. So die These des alten Philosophen Don Alfonso. Auch die Bräute der beiden jungen Offiziere Ferrando und Guglielmo seien treulose Seelen, was er mit einer „Treueprobe” beweisen will. Den Bräuten Fiordiligi und Dorabella erzählt er, die Verlobten seien durch königlichen Befehl aufs Schlachtfeld gerufen und müssten sofort abreisen. Tatsächlich erscheinen Ferrando und Guglielmo in Verkleidung bei den beiden jungen Damen, die ihre Flirtversuche abweisen. Doch als sie vorgeben, sich vor Liebeskummer mit Arsen vergiftet zu haben, erregen sie das Mitgefühl der Frauen. Langsam wächst auch das erotische Begehren – für den Partner der jeweils anderen. Guglielmo hat bei Dorabella leichtes Spiel, während Fiordiligi noch versucht, standhaft zu bleiben, jedoch erfolglos. Es kommt zur (von Don Alfonso fingierten) Doppelhochzeit. Genau in dem Moment wird jedoch die Rückkehr der Verlobten angekündigt …
In der letzten Zusammenarbeit von Wolfang Amadeus Mozart und Lorenzo da Ponte durchlaufen vier junge Menschen die „Schule der Liebenden”. Moralische Überzeugungen kommen ins Wanken, Gefühle werden ungewiss, menschliche Abgründe kommen ans Licht.
Musikalische Leitung: Mario Hartmuth
Regie: Anthony Pilavachi
Bühne & Kostüme: Christian Rinke
Chor: Martin Wettges
Dramaturgie: Anna Katharina Setecki
Besetzung
Fiordiligi: Elif Aytekin/Anne Ellersiek
Dorabella: Carolina Krogius/Marianne Schechtel
Guglielmo: Marián Krejčík
Ferrando: Robert Bartneck
Despina: Monika Reinhard/Laura Demjan
Don Alfonso: Daniel Pannermayr
Chor des Meininger Staatstheaters
Meininger Hofkapelle

Foto © Marie Liebig

Karten sind an der Theaterkasse vor Ort, unter 03693/451-222 und -137 sowie www.meininger-staatstheater.de erhältlich. Weitere Termine am 2. & 16. 02.19