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MIMENSPIEL: NEU im Kultkeller VAMPIR des Congress Centrum Suhl am 3. Dezember 2010, 20 Uhr
Wünsche zum Fest – fromm und weniger fromm von Ercole (9 Jahre) bis Rilke Eine unernste Zusammenstellung von Briefen Rainer Maria Rilkes an seine Mutter und italienischen Kinderbriefen an den Weihnachtsmann von Volker Ranisch
Die Bühne ist Rom zur Weihnacht. Ein Sänger im knarzigen Radioton - die wunderbare Stimme Benjamino Giglis in Originalaufnahme! - kommentieren Italien, das Italien von heute genau so wie das Italien von 1903 bis 1922, in denen der Dichter Rainer Maria Rilke Weihnachtsbriefe an seine Mutter schrieb.
Volker Ranisch gibt Ihnen Klang, Farbe und Gestaltung, zeigt die Windungen und Verdrehungen der liebevoll gequälten Briefzeugnisse Rilkes, das Weihnachtsfest zu etwas zu stilisieren, was es für Rilke nie war: ein glückliches Ereignis.
Dagegen liest Volker Ranisch Briefe italienischer Kinder aus der Gegenwart, geschrieben an den Weihnachtsmann, an das Christkind, die Befana (eine Figur aus dem italienischen Volksglauben) oder Santa Lucia. Ihre Briefe sind Forderungen, Klagen, Beschreibungen und Infragestellungen, vor allem aber unverschnörkelte Zeugnisse einer Welt, in die sich neben Weihnachten mit dem künstlichem Baum auch die Krankheit der Großmutter, die Angst vorm Dickwerden und manch komische Nöte pubertierender Knaben einfügen. In aller erster Linie erzählen sie aber was von Lebenslust, von Glaube, Liebe, Hoffnung.
„Bitte nicht wie letztes Jahr!“ fordern die Kinder ihr Glück ein – und wenn es nur ein Kleines ist. Zum Schluss stellt der Abend, der sich aus der gespielten Szene immer mehr zurück zieht, die Frage nach dem lieben Gott. Die Rilkesche Antwort darauf: Vielleicht ist er ein Fingerhut in der Hand eines kleinen Mädchens.
„ Laß los mein Herz“ verabschiedet sich Volker Ranisch von seinen Zuschauerinnen und Zuschauern; Loslassen vom Zwang froh sein zu müssen, vom Druck einer pseudokindlichen Weihnachtssehnsucht.
Wer loslassen möchte von der typisch zwanghaften vorweihnachtlichen Betriebsamkeit sei eingeladen in die Heiterkeit einer 70minütigen italienischen Auszeit, zu einem Kabinettstückchen mit Briefen aus Italien über Weihnachten.
Volker Ranisch hat an der Theaterhochschule „Hans Otto“ in Leipzig studiert und war engagiert am Schauspielhaus Leipzig, Deutsches Theater Berlin und dem Schauspielhaus Zürich. Er hatte Gastengagements an verschiedenen Theatern in Hamburg, Berlin und Zürich. Eine Film- und Fernsehauswahl von ihm ist „Der Bruch“ 1988; „Dann eben mit Gewalt“ 1995; Polizeiruf; Tatort; Derrick; Der Alte; „Der Baader Meinhoff Komplex“ 2007; “Dell und Richthoven“ 2008 und „Weißensee“ 2009.
Das Team des Congress Centrum Suhl und der Gastronom Steffen Schröder freuen sich auf Sie.
Eintrittskarten gibt es im Kartenservice der Tourist Information und an der Abendkasse. Vorverkauf: 13,00 EUR, inkl. Gebühren Abendkasse: 14,00 EUR, inkl. Gebühren |